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June 14 2015

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thellamallord:

If you don’t reblog this you’re a person who didn’t reblog this.

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ursulavernon:

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Guh, flawless. Non-Westernised interpretations of the steampunk genre FTW. 

Wow

I’ve been REALLY wanting to see an Indian take on Steampunk so I am so pleased you have no idea

Beautiful!

This is spectacular.

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My favourite <3 : Steampunk Scarecrow

May 20 2015

kellhorreur:

sadjadewithcake:

French: …Sixty-seven, sixty-eight, sixty-nine, sixty-ten…
Other languages: **stares**
French: **stares back**
French: …sixty-eleven, sixty-twelve, sixty-thirteen…

French: …sixty-sixteen, sixty-ten-seven…
Other languages: *shutting eyes*
French: …sixty-ten-eight, sixty-ten-nine…
Other languages: *hands over face*
French: …four twenties! :) Four twenties one…

A nerd of the people
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In der 12. Klasse verbrachten meine damals aktuelle depressive Episode und ich einige Zeit in einer Klinik. Leider konnten wir diesen kleinen Urlaub nicht in die Sommerferien legen, sondern sind einfach mitten im Schuljahr für ein paar Wochen von der Bildfläche verschwunden. Als ich wieder halbwegs stabilisiert war, stand ein Gespräch mit dem Kollegstufenbetreuer an. Ich erzählte, was mit mir los war und wie ich mir den restlichen Weg bis zum Abitur so vorgestellt habe. Er warf irgendwann ein: “Also Katarina, ich kann nicht so wirklich glauben, dass du depressiv sein sollst. Dafür redest du zu offen.”

Dieses Narrativ des guten Depressiven™, der sich so verhält, wie ein guter Depressiver™ das nun einmal tut, ist tief verankert. Das zeigt auch dieser Text, in dem es in erster Linie um einen Streit zwischen zwei Twitterinnen gehen soll, der nebenbei aber auch das eben erwähnte Bild des guten Depressiven™ aufgreift.

Der gute Depressive™ leidet nämlich. Er schlurft weinend durch die Gegend, sofern er noch schlurfen kann, und murmelt händeringend: “Ach! Ach!” Der gute Depressive™ spricht aber auch nicht darüber, wie es ihm geht, außer er sucht heimlich einen Psychiater auf, dem er auf der Couch liegend sein Leid klagt, woraufhin dieser ihn mit einem Rezept für Glücklichmacher nach Hause schickt. Bis in sechs Wochen dann, falls Sie dann noch am Leben sind, haha.

Was der gute Depressive™ nicht tut: Versuchen sein Leben so gut wie nur irgendwie möglich weiterzuführen, auch wenn es eigentlich nicht geht und er an seine Grenzen stößt. Der gute Depressive™ spricht auch nicht über seine Krankheit; er leidet im stillen Kämmerlein. Er berichtet nicht im Internet davon, dass er es heute geschafft hat, zu duschen, einen halben Teller Suppe zu essen und sogar ein wenig durch die Gegend zu schlurfen und dass das ein riesiger Erfolg ist. Er macht anderen keinen Mut. Er kommentiert seine eigenen Suizidgedanken nicht in zynischen Tweets. Nein, der gute Depressive™ kennt nur noch einen einzigen Lebensinhalt: Depressiv sein, aber bitte dem Bild des guten Depressiven™ entsprechend*.

Ich bin demnach keine gute Depressive™. Wenn ich mal überlege, wie viele schwere depressiven Episoden inkl. Suizidgefährdung ich in den letzten sieben Jahren hatte (drei) und was ich in der Zwischenzeit irgendwie auf die Reihe bekommen habe (Abitur, Bachelor, fürs Masterstudium in eine neue Stadt gezogen, eine Katze zugelegt), dann kann ich doch gar nicht depressiv sein. Ich kann doch nicht krank sein.

Wobei. Doch, kann ich. Ich kann gleichzeitig eine mehrere psychische Erkrankungen haben, die mich in meiner Lebensführung so einschränken, dass sie wirklich einen Krankheitswert haben, aber ich muss mich nicht zwangsläufig als krank und leidend sehen. Das hilft mir nämlich nicht. Es bringt mich nicht weiter. Mein Leben ist auch so – in schlechten Momenten – scheiße genug. Ich muss mich nicht durch eine Selbstzuschreibung, an der ein riesiges Stigma hängt, noch weiter runterziehen.

Neben meiner immer wieder aufmuckenden Psyche habe ich auch Migräne, die mehrmals im Monat auftaucht und mich vorzugsweise direkt über meiner Kloschüssel ausknockt. Ich würde trotzdem nicht sagen, dass ich unter Migräne leide, so generell. Ja, es ist scheiße, ja, es schränkt mich sehr ein, ja, ich habe eigentlich immer Schmerzmittel dabei, weil ich immer für eine Attacke gewappnet sein muss. Ich hab das aber nicht erst seit gestern, ebensowenig wie die Depressionen. Im Laufe der Zeit lernt man, wie man mit einer chronischen Erkrankung umgehen kann und wie man sich trotzdem möglichst viel Lebensqualität erhält. Man lernt auch, mit den Labels umzugehen. Wie man das macht, ist aber sehr individuell, und ich würde mich sehr, sehr davor hüten, anderen Menschen vorzuschreiben, wie sie sich zu identifizieren haben. Ich wäre auch sehr vorsichtig, zwischen “echten” Depressiven, die wie zufällig auch gute Depressive™ sind, und den anderen, die diesem Bild nicht entsprechen, zu unterscheiden und letzteren ihre Erfahrungen abzusprechen.

Hallo, ich bin Kati und ich habe Depressionen, aber ich bin erstaunlicherweise sehr viel mehr als eine Diagnose und ich existiere nicht, um in die Schablone des guten Depressiven™ zu passen.

*zur Klarstellung: Der gute Depressive™ ist eine Überspitzung der öffentlichen Wahrnehmung von Depressiven, keine Persiflage auf Menschen, die depressiv sind. Ja, dieser gesamte Text ist sehr zynisch. It’s how I cope.

Der gute Depressive™ | katikuerschmeckert
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Schweinderl